Arbeitszeitmodelle
4-Tage-Woche: Modelle, Vor- und Nachteile und die aktuelle Studienlage
Die einen versprechen mehr Freizeit ohne Gehaltseinbußen, die anderen warnen vor längeren Arbeitstagen. Wer wissen will, welches Modell wirklich dahintersteckt und was die deutsche Pilotstudie gezeigt hat, braucht klare Zahlen statt Schlagworte.
Definition und Grundprinzip
Die 4-Tage-Woche ist ein Arbeitszeitmodell, bei dem Beschäftigte an vier statt an fünf Tagen pro Woche arbeiten. Statt von Montag bis Freitag im Einsatz zu sein, bleibt ein Wochentag komplett frei.
Dabei lohnt sich ein Blick auf zwei Grundtypen. Beim ersten sinkt die Wochenarbeitszeit tatsächlich, zum Beispiel von 40 auf 32 Stunden, bei vollem Gehalt. Beim zweiten bleibt die Gesamtstundenzahl gleich, verteilt sich aber auf vier statt fünf Tage. Die täglichen Arbeitszeiten steigen dadurch spürbar an.
Das deutsche Arbeitszeitgesetz begrenzt die tägliche Arbeitszeit grundsätzlich auf 8 Stunden (§ 3 ArbZG). Eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden ist erlaubt, solange der Durchschnitt über 24 Wochen bei 8 Stunden bleibt. Damit ist ein Modell mit vier Zehn-Stunden-Tagen rechtlich zulässig. Alle Voraussetzungen und Rechenbeispiele dazu haben wir in unserem Leitfaden zur 10-Stunden-Regel im Arbeitszeitgesetz zusammengefasst. Wer sich generell mit den gesetzlichen Grenzen beschäftigen möchte, findet die vollständige Übersicht im Arbeitszeitgesetz 2026.
In den Anfragen zu unserem Arbeitszeitrechner tauchen die meisten Fragen zu diesem Arbeitszeitmodell in zwei Varianten auf: Nutzer wollen entweder wissen, ob ihr geplantes Stundenmodell überhaupt legal ist, oder sie fragen nach dem Effekt auf ihren Urlaubsanspruch. Beide Themen behandeln wir im Folgenden im Detail.
Die vier Arbeitszeitmodelle im Überblick
Hinter dem Begriff verbergen sich in der Praxis vier unterschiedliche Ausgestaltungen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob Gehalt und Stundenzahl gleich bleiben oder sich verändern, und wie stark sie in deutschen Unternehmen tatsächlich verbreitet sind.
| Modell | Prinzip | Gehalt | Verbreitung in DE (Randstad-ifo 2024) |
|---|---|---|---|
| 100-80-100 | Weniger Stunden, volle Leistung erwartet | Bleibt gleich | ca. 1,1 % |
| Komprimierte Woche | Gleiche Wochenstunden auf 4 Tage verteilt | Bleibt gleich | ca. 43 % |
| Wahlarbeitszeit mit Vollzeitkorridor | Eigenständige Reduzierung bei erledigter Arbeit | Bleibt meist gleich | nicht separat erfasst |
| Teilzeit mit reduziertem Gehalt | Weniger Stunden, weniger Gehalt | Sinkt proportional | ca. 47 % |
100-80-100: 2018 von Andrew Barnes und Charlotte Lockhart bei Perpetual Guardian entwickelt und seither über die Initiative 4 Day Week Global international bekannt geworden.
Komprimierte Woche: Die Wochenstundenzahl bleibt unverändert, verteilt sich aber auf vier statt fünf Tage. Bei 40 Wochenstunden bedeutet das vier Arbeitstage zu je 10 Stunden.
Wahlarbeitszeit mit Vollzeitkorridor: Beschäftigte reduzieren ihre Wochenarbeitszeit selbst, wenn sie ihre Aufgaben in kürzerer Zeit erledigen. Wer flexibel arbeitet, sollte zusätzlich die Regeln rund um Gleitzeit kennen, da beide Modelle häufig kombiniert werden.
Teilzeit mit reduziertem Gehalt: Die klassische Variante, weniger Stunden, weniger Gehalt, dafür ein zusätzlicher freier Tag. Wer sein Gehalt bei reduzierter Stundenzahl neu berechnen will, findet die passenden Werte im Teilzeitrechner 2026.
Die Tabelle zeigt, dass das oft zitierte 100-80-100-Modell in der Praxis die Ausnahme ist. Die meisten Unternehmen setzen entweder auf die klassische Teilzeit-Variante oder auf das komprimierte Modell ohne Stundenreduktion.
Was passiert mit dem Urlaubsanspruch beim Umstieg auf vier Tage?
Der gesetzliche Mindesturlaub richtet sich nach dem Bundesurlaubsgesetz und wird nicht in Stunden, sondern in Wochen berechnet. Vier Wochen Erholungsurlaub stehen jedem Arbeitnehmer zu, unabhängig von der Stundenzahl pro Tag.
Entscheidend ist deshalb, an wie vielen Tagen pro Woche gearbeitet wird, nicht wie viele Stunden. Bei einer 6-Tage-Woche ergeben sich 24 Werktage Mindesturlaub, bei einer 5-Tage-Woche 20 Tage. Wechselt jemand auf vier Arbeitstage pro Woche, sinkt der gesetzliche Mindesturlaub rechnerisch auf 16 Tage. Wer mehr als den gesetzlichen Mindesturlaub vertraglich vereinbart hat, etwa 30 Tage bei einer 5-Tage-Woche, rechnet den Anspruch proportional um.
Wichtig für alle, die im Laufe des Jahres wechseln: Das Bundesarbeitsgericht hat bereits entschieden, dass bereits erworbene Urlaubstage aus einer Vollzeitphase bei einem späteren Wechsel auf vier Arbeitstage nicht nachträglich gekürzt werden dürfen. Die Berechnung erfolgt für jeden Zeitraum getrennt.
So verändert sich der Urlaubsanspruch bei den gängigsten vertraglichen Urlaubstagen:
| Urlaubstage bei 5-Tage-Woche | Urlaubstage bei 4-Tage-Woche |
|---|---|
| 20 (gesetzliches Minimum) | 16 |
| 24 | 19 |
| 25 | 20 |
| 26 | 21 |
| 28 | 22 |
| 30 (häufiger TVöD-Wert) | 24 |
Die Tabelle zeigt eine wichtige Nuance: Wer bereits 30 Tage Urlaub hat, verliert auf dem Papier 6 Tage, behält aber weiterhin exakt 6 volle Urlaubswochen im Jahr. Die Anzahl der freien Wochen bleibt gleich, nur ihre Zählweise in Tagen ändert sich.
Wer seinen persönlichen Anspruch direkt berechnen möchte, nutzt am besten unseren Urlaubsrechner. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive aller Sonderfälle rund um den Urlaubsanspruch bei einer 4-Tage-Woche haben wir zusätzlich für dich zusammengestellt.
Die Vorteile im Überblick
Die am häufigsten genannten Vorteile lassen sich mit echten Studienzahlen belegen, nicht nur mit Meinungen.
Im britischen Pilotprojekt mit 61 Unternehmen setzten 92 Prozent der Firmen das Modell nach der Testphase dauerhaft fort. 62 Prozent der Beschäftigten berichteten von weniger Burnout, 41 Prozent von einem verbesserten psychischen Wohlbefinden. Die selbst eingeschätzte Produktivität lag bei 7,69 von 10 Punkten, verglichen mit 6,83 in der Kontrollgruppe.
Microsoft Japan testete die verkürzte Woche 2019 einen Monat lang und meldete eine um 40 Prozent gestiegene Produktivität sowie 23 Prozent geringere Stromkosten. In Island liefen zwischen 2015 und 2019 zwei groß angelegte Studien mit rund 2.500 Beschäftigten, mehr als einem Prozent der isländischen Erwerbsbevölkerung. Auch hier zeigten sich weniger Stress und eine höhere Zufriedenheit bei gleichbleibender Bezahlung.
Neben Gesundheit und Zufriedenheit nennen Arbeitgeber häufig einen weiteren Effekt: Das Modell wirkt im Recruiting attraktiv, besonders in Berufen mit ausgeprägtem Fachkräftemangel.
Nachteile der 4-Tage-Woche
Wer nur die Vorteile liest, bekommt ein unvollständiges Bild. Dieses Arbeitszeitmodell bringt auch reale Nachteile mit sich, die in der Praxis häufig unterschätzt werden.
Der wichtigste Kritikpunkt heißt Arbeitsverdichtung: Die gleiche Menge Arbeit muss in kürzerer Zeit erledigt werden. Bei komprimierten Modellen mit 10-Stunden-Tagen sinkt die Konzentrationsfähigkeit erfahrungsgemäß nach 5 bis 6 Stunden spürbar, was das Risiko für Fehler und Erschöpfung erhöht. Wer Überstunden im Rahmen eines solchen Modells im Blick behalten will, kann das direkt mit unserem Rechner zum Überstunden berechnen machen.
Ein oft übersehener Nachteil betrifft Krankheitskosten für Arbeitgeber: Bei einem komprimierten Modell kostet ein einzelner Krankheitstag 10 statt 8 Stunden, weil die tägliche Arbeitszeit länger ist. Eine ganze Krankheitswoche macht dagegen keinen Unterschied, da in beiden Fällen 40 Stunden ausfallen.
Auch strukturell gibt es Grenzen. Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt, dass Unternehmen unter Umständen mehr Personal einstellen müssen, um dieselbe Leistung zu erbringen, was die Personalkosten steigen lässt. Branchen mit Schichtarbeit, etwa Pflege oder Gastronomie, tun sich bei der Umsetzung besonders schwer.
Wie realistisch ist das Modell in Deutschland? Aktuelle Studienlage
Die Pilotstudie der Universität Münster und Intraprenör
Von Februar bis August 2024 testeten 45 deutsche Organisationen aus unterschiedlichen Branchen eine verkürzte Woche im Rahmen der bislang größten deutschen Pilotstudie. Initiiert wurde sie von der Berliner Beratung Intraprenör, wissenschaftlich begleitet von der Universität Münster unter Leitung von Prof. Julia Backmann.
Die Teilnehmer reichten von einem 12-Personen-Startup bis zu mittelständischen Produktionsbetrieben. Rund 70 Prozent der Organisationen führten das Modell nach der sechsmonatigen Testphase fort, etwa 20 Prozent stiegen aus. Ein Zwischenbericht der Deutschen Presse-Agentur zeigte zudem: Rund 40 Prozent der teilnehmenden Unternehmen benötigten mehr Vorbereitungszeit als geplant und konnten erst im März oder später starten.
Interessant ist der Vergleich zum britischen Pilotprojekt, das deutlich positivere Ergebnisse lieferte. Ein Grund dafür: Die britische Testgruppe bestand überwiegend aus Wissensarbeit-Unternehmen, die sich freiwillig und mit hoher Veränderungsbereitschaft beteiligten. Die deutsche Studie deckte dagegen eine breitere Branchenmischung ab, was die Ergebnisse zwar weniger spektakulär, aber realistischer macht.
Wie verbreitet ist die 4-Tage-Woche in Deutschland wirklich?
Trotz der öffentlichen Debatte bleibt die tatsächliche Verbreitung gering. Laut einer Analyse der Bertelsmann Stiftung auf Basis des Jobmonitors warben 2024 lediglich 0,12 Prozent aller Stellenanzeigen mit diesem Arbeitszeitmodell, umgerechnet 8.653 Jobangebote. Das Angebot ist seit 2019 kaum gestiegen. Als verkürzte Vollzeit kommt das Modell sogar nur in einer von 20.000 Stellenanzeigen vor.
Eine akademische Auswertung im Fachjournal Zeitschrift für Arbeitswissenschaft weist zudem auf eine Forschungslücke hin: Wie Beschäftigte ihren zusätzlichen freien Tag tatsächlich nutzen, etwa für Kinderbetreuung, Nebentätigkeiten oder Pflege von Angehörigen, ist bisher kaum systematisch untersucht.
Friedrich Merz: Kritiker mit widersprüchlicher Koalitionslinie
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich wiederholt kritisch geäußert. Beim CDU-Wirtschaftstag im Mai 2025 sagte er wörtlich, mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche lasse sich der Wohlstand Deutschlands langfristig nicht erhalten. Die Debatte um Merz und die 4-Tage-Woche dreht sich seither vor allem um dieses Zitat.
Gleichzeitig verhandelt die Bundesregierung eine Reform, die den Effekt indirekt begünstigen könnte. Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist vereinbart, die bisherige tägliche Höchstarbeitszeit von 8 Stunden (§ 3 ArbZG) durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden zu ersetzen, orientiert an der EU-Arbeitszeitrichtlinie 2003/88/EG. Arbeitsministerin Bärbel Bas kündigte im Mai 2026 an, dass der Gesetzentwurf im Juni folgen soll.
Das ist der eigentliche Widerspruch in der öffentlichen Debatte: Merz lehnt das Modell als Wohlstandsrisiko ab, während seine eigene Koalition gleichzeitig eine Reform vorbereitet, die theoretisch vier 12-Stunden-Tage statt fünf 8-Stunden-Tage ermöglichen würde. Das wäre strukturell das genaue Gegenteil dessen, was die meisten Menschen mit dem Begriff verbinden: keine Stundenreduktion, sondern eine reine Umverteilung bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit. Gewerkschaften wie der DGB lehnen die Reform ab, Arbeitgeberverbände befürworten sie als Flexibilisierung.
International: Island, Belgien, Spanien und Co.
| Land | Zeitraum | Umfang | Status heute |
|---|---|---|---|
| Island | 2015 bis 2019 | ca. 2.500 Beschäftigte, über 1 % der Erwerbsbevölkerung | ca. 90 % arbeiten unter reduzierten Modellen |
| Belgien | seit November 2022 | landesweit | Gesetzlicher Anspruch, komprimiertes Modell |
| Großbritannien | Juni bis Dezember 2022 | 61 Unternehmen, ca. 2.900 Beschäftigte | 92 % führten das Modell dauerhaft fort |
| Spanien (Valencia) | 2023 | ca. 360.000 Beteiligte | Staatliche Förderung seit 2021 |
Belgien hat als erstes EU-Land einen gesetzlichen Anspruch verankert, allerdings nur als komprimiertes Modell ohne Stundenreduktion. Beschäftigte verteilen ihre reguläre Wochenarbeitszeit auf vier statt fünf Tage.
Island gilt international als Vorreiter mit dem längsten Datensatz und der höchsten heutigen Verbreitung. Spanien setzt dagegen stärker auf finanzielle Anreize für Unternehmen statt auf gesetzliche Pflicht.
Beispiele: Deutsche Unternehmen, die es bereits testen
Das Softwareunternehmen ADITO aus Geisenhausen reduzierte die Arbeitszeit auf 36 Wochenstunden und orientierte sich dabei am isländischen 100-90-100-Modell. Rund ein Viertel der Belegschaft nutzt seither die verkürzte Woche, der Rest arbeitet weiterhin fünf Tage mit reduzierter Stundenzahl.
Auch größere Unternehmen experimentieren mit diesem Arbeitszeitmodell. Comdirect bietet seinen Mitarbeitenden mehrere Varianten zur Wahl an, darunter vier Arbeitstage pro Woche. Beim Affiliate-Marketing-Anbieter Awin setzen mittlerweile 80 Prozent der Belegschaft auf digitale Arbeitsmanagement-Tools, um die nötige Effizienz für das kürzere Arbeitspensum zu erreichen. Diese Beispiele zeigen: Der freie Tag allein verbessert wenig, entscheidend ist, wie konsequent Prozesse und Priorisierung angepasst werden.
Arbeitstage bei einer 4-Tage-Woche: Wie viele bleiben übrig?
Die Berechnung unterscheidet sich vom klassischen Werktage-Modell. Ausgangspunkt ist die Anzahl der Wochentage, an denen tatsächlich gearbeitet wird, meist Montag bis Donnerstag.
Für die genaue Jahresrechnung zählst du alle passenden Wochentage im Kalenderjahr und ziehst nur die gesetzlichen Feiertage ab, die auf einen deiner Arbeitstage fallen. Da Feiertage je nach Bundesland variieren, Bayern hat bis zu 13, Berlin und Bremen nur 10, unterscheidet sich das Ergebnis regional spürbar. Für die vollständige Jahresrechnung inklusive Bundesland-Unterschieden nutzt du am besten unseren Jahresarbeitsstunden-Rechner.
Praktische Fragen im Alltag
Welcher Tag ist frei, fest oder flexibel?
Ob der freie Tag fest auf einen Wochentag gelegt wird oder flexibel bleibt, entscheidet in der Regel der Arbeitgeber, sofern der Arbeitsvertrag nichts anderes vorsieht. Bei betrieblichem Bedarf, etwa wenn sich ein Kundentermin verschiebt, kann der Arbeitgeber die zu arbeitenden Tage grundsätzlich anpassen.
Feiertag fällt auf den freien Tag, was passiert?
Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Tag, an dem normalerweise gearbeitet würde, gilt er als bezahlter freier Tag und kostet keinen Urlaubstag. Fällt er dagegen auf den ohnehin freien Tag, entsteht in der Regel kein zusätzlicher Ausgleich, weder in Form von Urlaub noch als zusätzlicher freier Tag.
Krank am freien Tag
Wer am eigentlich freien Tag krank wird, verursacht für den Arbeitgeber keine Ausfallkosten, da an diesem Tag ohnehin nicht gearbeitet worden wäre. Bei einer kompletten Krankheitswoche macht die Wochenverteilung keinen Unterschied, da in beiden Fällen die volle Wochenstundenzahl ausfällt.
Wiedereingliederung bei einer 4-Tage-Woche
Die stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell (§ 44 SGB IX) folgt einem eigenen, ärztlich festgelegten Stufenplan, meist beginnend bei 2 Stunden täglich und ansteigend über 4 bis 8 Wochen. Dieser Plan läuft unabhängig von einer bestehenden Vier-Tage-Regelung. In begründeten Einzelfällen, etwa bei fortlaufender ambulanter Therapie, sind laut den Richtlinien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation auch Blockmodelle mit eingestreuten freien Tagen möglich, die sich näher an eine solche Wiedereingliederung annähern als die klassische tägliche Steigerung.
Verwandte Ratgeber
- Teilzeitrechner 2026 — Gehalt bei reduzierter Stundenzahl berechnen.
- Urlaubsanspruch bei einer 4-Tage-Woche — Formel, Tabelle und Rechenbeispiele.
- Gleitzeit richtig nutzen — Kernarbeitszeit und Gleitzeitrahmen.
Häufig gestellte Fragen
Ist die 4-Tage-Woche in Deutschland gesetzlich erlaubt?
Ja. Es gibt kein Gesetz, das sie verbietet. Die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes zu Höchstarbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten müssen eingehalten werden.
Wie viele Urlaubstage stehen mir bei vier Arbeitstagen pro Woche zu?
Der gesetzliche Mindesturlaub sinkt rechnerisch von 20 auf 16 Tage, da er sich nach Arbeitstagen pro Woche richtet, nicht nach Stunden.
Sinkt mein Gehalt bei diesem Arbeitszeitmodell?
Das hängt vom Modell ab. Beim 100-80-100-Modell und beim komprimierten Modell bleibt das Gehalt gleich. Bei klassischer Teilzeit sinkt es proportional.
Welche Unternehmen bieten in Deutschland eine 4-Tage-Woche an?
Bekannte Beispiele sind ADITO, Comdirect und Awin. Die Verbreitung bleibt laut Bertelsmann Stiftung mit 0,12 % aller Stellenanzeigen gering.
Was passiert, wenn ein Feiertag auf meinen freien Tag fällt?
In der Regel entsteht kein zusätzlicher Ausgleich. Fällt der Feiertag auf einen Arbeitstag, gilt er als bezahlter freier Tag ohne Abzug von Urlaubstagen.
Fazit: Lohnt sich der Umstieg?
Die 4-Tage-Woche ist kein einheitliches Modell, sondern vier grundverschiedene Konzepte mit unterschiedlichen Folgen für Gehalt, Urlaub und Arbeitsbelastung. Kläre zuerst, welches Modell konkret angeboten wird, bevor du den Schritt bewertest.